Unser Urlaub in Rom (4.08. - 10.08.1999)

Geschichte über Rom
 

Voilá, das Sommerhäuschen meiner Tante Assi in Rom. Nach endlosen Kilometern auf der Autobahn durch die Toskana, das
Chianti-Gebiet, an Gorgonzola vorbei, endlich in Rom angekommen. Der erste Weg war Richtung hauseigenem Pool an dem ich auch meine Schlafstätte hatte. Tja, man sollte glauben in so einem riesigen Haus wäre genug Platz; Platz ja, aber keine Betten!
Meine Tante hatte erst vor kurzem die Villa gekauft und daher diese entrümpelt. Wartend auf die Spedition (wir kennen ja die Vorliebe der Italiener für Streiks), die mit den Möbeln kommen sollte, schlief ich im Pavillion vor dem Pool. Natürlich 1A Aussicht auf den Sternenhimmel mit Gelsengesumme.
 
 

Das grosse Fressen!
Man sollte gar nicht glauben wieviel die Italiener zu den Mahlzeiten essen und trinken (man beachte: kein Alkohol). Ein Beispiel, man nehme das Mittagessen, gebe dazu Unmengen Spaghetti mit Fisch, Meeresfrüchte (igitt), Pomodoro. Zum Verdauen nehme man Melonen, Parmaschinken, echten Parmesan, italienisches Weißbrot und literweise stilles italienisches Mineralwasser.
 
 


Naja und nach so einem Essen ist natürlich eine kleine Siesta notwendig, aber wie man bei meiner Tante sieht, nicht in der kühlen Villa, sondern am hauseigenen Pool.
 
 

Natürlich sind wir nicht nach Rom gefahren um nur zu faulenzen:

 

 

 

Das Colosseum, aber wie bei all meinen Reisen,  sind die Sehenswürdigkeiten eingerüstet. Gutes Timing. 
Aber wie man sieht, macht es nicht immer das Äussere aus. Das ist die Arena in der unter Cäsar harte Gladiatorenkämpfe geliefert wurden. Eine kleine Geschichte über das Colosseum siehe unten.

                                                

Typische Urlaubsfotos:
Freund mit Sehenswürdigkeit im Hintergrund
 


Eine kleine Geschichte:
Das Kolosseum gehört zu dem Teil der römischen Kultur, der für uns fremdartig und abstoßend ist, denn es diente als Stätte von Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen. Die Römer hatten die Gladiatorenspiele wohl von den Etruskern übernommen. Mit der Zeit wurden sie zum Instrument, mit dem die Politiker die Volksmassen für sich einzunehmen versuchten. Das Kolosseum wurde im Jahr 80 n.Chr. von Kaiser Titus mit 100 Tage währenden Spielen eingeweiht. Christen wurden hier jedoch - entgegen der Legende - nie wilden Bestien vorgeworfen.
 
 

Den Herrgott seine Bodenpersonalzentrale haben wir natürlich auch besucht:

Der Petersdom
Natürlich war auch dieser eingerüstet, wie sollte es auch anders sein.

Eine kleine Geschichte:
An der Stelle, wo der Überlieferung nach der Heilige Petrus bestattet ist, wurde Anfangs des 4. Jahrhunderts die erste Peterskirche errichtet und von Papst Silvester I. 326 geweiht. Es war eine fünfschiffige Basilika von dem Typ, den wir in St. Paul vor den Mauern sehen.
Im 15. Jahrhundert hatte diese Kirche, besonders nach dem Exil der Päpste in Avignon, an Pracht eingebüßt und war baufällig geworden. Papst Nikolaus V. rief im Jahr 1452 zu Spenden für den Bau eines neuen Gotteshauses auf. Der Bau zog sich über mehr als 150 Jahre hin. Alle bedeutenden Baumeister der Renaissance und des Barock waren daran beteiligt: Bramante, Raffael, Baldassare Peruzzi, Giuliano Sangallo, Antonio Sangallo, Michelangelo, Vingola, Giaccomo della Porta, Domenico Fontana, Carlo Maderno und zuletzt Bernini. Trotzdem wirkt die Kirche als harmonisches Ganzes.
 
 
 
 

Und das ist das Grab des Hl. Petrus. Erst vor kurzem hatte sich dort ein Italiener erschossen
(aber sicher nicht in der Hoffnung in dieses einmalige Grab zu kommen) und hatte somit den
Petersdom entweiht. Wieder Arbeit für die rechte Hand Gottes.
 
 

Sehr skuril. Die Schweizer Garde vor dem Petersdom. Man beachte die schönen typischen (zumindest im Sommer) italienischen Bauwerke in seiner Umgebung. Tja auch er kann der
Baustelle nicht entfliehen.
 

Natürlich darf auch ein Besuch am Strand (Ostia, ist ehemaliger Hafen Roms, 23 km vom Stadtzentrum entfernt an der damaligen Tibermündung. Als der Tiber immer mehr Sand
anschwemmte und die Küstenlinie weiter hinausschob, geriet die antike Stadt jahrhundertelang
in Vergessenheit.) nicht fehlen. Schon gar nicht ein Sonnenuntergang, der aber leider wie bei uns,
im Smoke verschwindet. Auch dem italienischem Bundesheer scheint es zu gefallen (man beachte die Sonne).
 
 
 

Zu einer Römerin fehlt mir noch einiges, aber man versucht es eben. Dieses Foto entstand
vor dem Pantheon (hier treffen sich fast alle Religionen auf künstlerische Weise).
 

Leider schon wieder auf der Rückreise, aber doch noch gesehen - Der schiefe Turm von Pisa.
Auch dieser wird bereits restauriert und abgesichert (wie man an den Stahlseilen und Betonplatten
unschwer erkennen kann).

Eine kleine Geschichte:

Der Turm zu Pisa wurde in der Zeit von 1173 bis 1375 gebaut und hat eine Höhe von 54,75 m. Seine Neigung beträgt zur Zeit 4,86 m an der Spitze. Bis zum Jahr 1989 konnte der Turm von Touristen bestiegen werden, danach wurde er wegen Einsturzgefahr geschlossen.

Seit Baubeginn kippte der Turm, weil Dombaumeister Bonnanus bei seiner Planung übersehen hatte, daß ein Teil des Fundaments auf einem zugeschütteten Kanal stand. Der Turm sackt langsam in den weichen Boden in Richtung Süden ein.

Heute versucht man, den Turm durch die verschiedensten Maßnahmen vor dem Einsturz zu bewahren. Sowohl Maßnahmen, bei denen der Turm abgestützt würde, als auch das Erzielen einer Neigung in Nordrichtung durch Erdreichentnahme oder -verdichtung werden fieberhaft durchdacht.

Die Gesetze der Schwerkraft zwingen den Turm erst in ca. 2.000 Jahren auf den Boden, aber das Mauerwerk scheint den Spannungen nicht gewachsen zu sein und beginnt bereits zu reißen.


 
Hiermit verabschiede ich mich und hoffe, dass Dir meine kleine Reise durch Rom gefallen hat.

Zurück