Unser Urlaub in Rom (4.08. - 10.08.1999)
Das grosse Fressen!
Man sollte gar nicht glauben wieviel die Italiener zu
den Mahlzeiten essen und trinken (man beachte: kein Alkohol). Ein Beispiel,
man nehme das Mittagessen, gebe dazu Unmengen Spaghetti mit Fisch, Meeresfrüchte
(igitt), Pomodoro. Zum Verdauen nehme man Melonen,
Parmaschinken, echten Parmesan, italienisches Weißbrot und literweise
stilles italienisches Mineralwasser.
Naja und nach so einem Essen ist natürlich eine kleine
Siesta notwendig, aber wie man bei meiner Tante
sieht, nicht in der kühlen Villa, sondern am hauseigenen Pool.
Natürlich sind wir nicht nach Rom gefahren um nur zu faulenzen:
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Das Colosseum, aber wie
bei all meinen Reisen, sind
die Sehenswürdigkeiten eingerüstet. Gutes Timing.
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Aber wie man sieht, macht es
nicht immer das Äussere aus. Das ist die Arena in der unter Cäsar
harte Gladiatorenkämpfe geliefert wurden.
Eine kleine Geschichte über das Colosseum
siehe unten.
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Typische Urlaubsfotos:
Freund mit Sehenswürdigkeit im Hintergrund
Eine kleine Geschichte:
Das Kolosseum gehört zu dem Teil der römischen
Kultur, der für uns fremdartig und abstoßend ist, denn es diente
als Stätte von Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen. Die Römer
hatten die Gladiatorenspiele wohl von den Etruskern übernommen. Mit
der Zeit wurden sie zum Instrument, mit dem die Politiker die Volksmassen
für sich einzunehmen versuchten. Das Kolosseum wurde im Jahr 80 n.Chr.
von Kaiser Titus mit 100 Tage währenden Spielen eingeweiht. Christen
wurden hier jedoch - entgegen der Legende - nie wilden Bestien vorgeworfen.
Den Herrgott seine Bodenpersonalzentrale haben wir natürlich auch besucht:
Der Petersdom
Natürlich war auch dieser eingerüstet, wie sollte
es auch anders sein.
Eine kleine Geschichte:
An der Stelle, wo der Überlieferung nach der Heilige
Petrus bestattet ist, wurde Anfangs des 4. Jahrhunderts die erste Peterskirche
errichtet und von Papst Silvester I. 326 geweiht. Es war eine fünfschiffige
Basilika von dem Typ, den wir in St. Paul vor den Mauern sehen.
Im 15. Jahrhundert hatte diese Kirche, besonders nach
dem Exil der Päpste in Avignon, an Pracht eingebüßt und war
baufällig geworden. Papst Nikolaus V. rief im Jahr 1452 zu Spenden für
den Bau eines neuen Gotteshauses auf. Der Bau zog sich über mehr als 150
Jahre hin. Alle bedeutenden Baumeister der Renaissance und des Barock waren
daran beteiligt: Bramante, Raffael, Baldassare Peruzzi, Giuliano Sangallo, Antonio
Sangallo, Michelangelo, Vingola, Giaccomo della Porta, Domenico Fontana, Carlo
Maderno und zuletzt Bernini. Trotzdem wirkt die Kirche als harmonisches Ganzes.
Und das ist das Grab des Hl. Petrus. Erst
vor kurzem hatte sich dort ein Italiener erschossen
(aber sicher nicht in der Hoffnung in dieses
einmalige Grab zu kommen) und hatte somit den
Petersdom entweiht. Wieder Arbeit für die
rechte Hand Gottes.
Sehr
skuril. Die Schweizer Garde vor dem Petersdom. Man beachte die schönen
typischen (zumindest im Sommer) italienischen Bauwerke
in seiner Umgebung. Tja auch er kann der
Baustelle nicht entfliehen.
Natürlich
darf auch ein Besuch am Strand (Ostia, ist ehemaliger Hafen Roms,
23 km vom Stadtzentrum entfernt an der damaligen
Tibermündung. Als der Tiber immer mehr Sand
anschwemmte und die Küstenlinie weiter hinausschob,
geriet die antike Stadt jahrhundertelang
in Vergessenheit.) nicht fehlen. Schon gar nicht ein Sonnenuntergang,
der aber leider wie bei uns,
im Smoke verschwindet. Auch dem italienischem Bundesheer
scheint es zu gefallen (man beachte die Sonne).
Zu
einer Römerin fehlt mir noch einiges, aber man versucht es eben. Dieses
Foto entstand
vor dem Pantheon (hier treffen sich fast alle Religionen
auf künstlerische Weise).
Leider schon wieder auf der Rückreise,
aber doch noch gesehen - Der schiefe Turm von Pisa.
Auch dieser wird bereits restauriert und abgesichert (wie
man an den Stahlseilen und Betonplatten
unschwer erkennen kann).
Eine kleine Geschichte:
Der Turm zu Pisa wurde in der Zeit von 1173 bis 1375 gebaut und hat eine Höhe von 54,75 m. Seine Neigung beträgt zur Zeit 4,86 m an der Spitze. Bis zum Jahr 1989 konnte der Turm von Touristen bestiegen werden, danach wurde er wegen Einsturzgefahr geschlossen.
Seit Baubeginn kippte der Turm, weil Dombaumeister Bonnanus bei seiner Planung übersehen hatte, daß ein Teil des Fundaments auf einem zugeschütteten Kanal stand. Der Turm sackt langsam in den weichen Boden in Richtung Süden ein.
Heute versucht man, den Turm durch die verschiedensten Maßnahmen vor dem Einsturz zu bewahren. Sowohl Maßnahmen, bei denen der Turm abgestützt würde, als auch das Erzielen einer Neigung in Nordrichtung durch Erdreichentnahme oder -verdichtung werden fieberhaft durchdacht.
Die Gesetze der Schwerkraft zwingen den Turm erst in ca. 2.000 Jahren auf den Boden, aber das Mauerwerk scheint den Spannungen nicht gewachsen zu sein und beginnt bereits zu reißen.
Hiermit verabschiede ich mich und hoffe, dass Dir meine
kleine Reise durch Rom gefallen hat.