Resümee
und Thesen
- Das
Internet stellt das größte Datenarchiv der Welt dar. Es
ermöglicht jedem einzelnen Bürger den Zugang zu Information und
scheint deshalb das geeignete Mittel zum Übergang der Industrie- und
Dienstleistungsgesellschaft zur Informationsgesellschaft zu sein.
- Neue
Verschlüsselungstechniken können dem Einzelnen technische Sicherheit
in Bezug auf Datenschutz, Authentizität und Integrität seiner
Kommunikation mit Hilfe des Internets gewähren.
- Juristische
Probleme bezüglich des Inhalts der Information und deren Durchsetzung
können nur auf der Basis weltweit abgestimmter Regelungen gelöst
werden. Die Europäische Union hat in dieser Hinsicht Vorbild- und
Leitfunktion für Österreich.
- Dem
Urheberrecht kommt als dem Schutzrecht für Information in der
Informationsgesellschaft erhöhte Bedeutung zu. Das österreichische
Urheberrecht scheint dieser Herausforderung gewachsen zu sein.
- Das
Namens- und Markenrecht steht durch die Tatsache des “flachen
Adressraums” im Internet vor neuen Herausforderungen. Wie und ob dies
neue internationale Regelungen lösen werden bleibt abzuwarten.
- Das
neue Telekommunikationsgesetz kann den Anspruch, auch die Teledienste zu
regeln, nicht erfüllen. Vielmehr ist ähnlich wie in Deutschland die
Erlassung eines eigenen Teledienstgesetzes ins Auge zu fassen.
- Das
Mediengesetz geht von Medienunternehmen aus. Durch das Internet kann jeder
Einzelne in einem Medium veröffentlichen, woraus sich Anpassungsbedarf im
österreichischen Mediengesetz ergibt.
- Die
Novelle des Glücksspielgesetzes insbesondere § 56 Abs 1 Z 2
schießt über das Ziel des Konsumentenschutzes und der Sicherung der
Einnahmen des Fiskus hinaus.